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  Santana - Hymns For Peace: Live At Montreux 2004 | Santana
 
 
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Santana - Hymns For Peace: Live At Montreux 2004
Santana

Edel Germany GmbH, 2007

Kundenbewertung:(5 Bewertungen)
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HYMNS FOR PEACE - LIVE AT


Ein buntes Treiben

Seit nun mehr vierzig Jahren ist das Montreux Jazz Festival eine feste Instanz in der gehobenen Musikwelt. Und fast genau so lange kennen sich dessen Veranstalter Claude Nobs und Carlos Santana. Im Jahre 2004 ließen die beiden sich dann etwas ganz Besonderes einfallen und initiierten das "Hymns For Peace" Konzert, das mir hier auf zwei DVDs mitgeschnitten vorliegt. Das Set bestand aus einer Auswahl Songs, die alle das Thema Frieden und Verständnis inne hatten. Dabei bediente man sich an Klassikern von Bob Dylan, Bob Marley, Marvin Gaye oder auch John Lennon. Um die Stücke ordentlich in Szene zu setzen, holte man neben dem eh schon üppigen Santana Lineup namhafte Gäste mit ins Boot, was für eine rundum bunte Veranstaltung sorgte. Es präsentierten sich Chick Corea, John McLaughlin, Herbie Hancock, Wayne Shorter, Ravi Coltrane, Idrissa Diop, Angelique Kidjo, Barbara Morrison, Patti Austin, Sylver Sharp, Steve Winwood und der legendäre Nile Rodgers. Das Ergebnis ist genau so beeindruckend wie packend und sorgt trotz teilweise etwas langatmiger Jam- und Soloausflüge der einzelnen Musiker für eine gute Unterhaltung mit viel afrikanischem Flair. Zusätzlich sind den DVDs noch Einblicke hinter die Kulissen und ein Interview mit Carlos Santana beigegeben.


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Große Musiker mit viel Herz...

Die Montreux-Vermarktungsoffensive geht weiter, und darüber kann man sich durchaus freuen. Am 12. Juli 2004 findet dort der "Blues Summit" statt, dokumentiert auf dem 3-DVD-Set "Carlos Santana presents: Blues At Montreux". Am 13. und 15. Juli folgen zwei Santana-Konzerte mit illustren Gästen.


Kurze Vorstellung der Bandmitglieder gleich am Anfang. Und dann kommen sie: Herbie Hancock, Chick Corea, Wayne Shorter, Ravi Coltrane, John McLaughlin, Idrissa Diop. Gut gelaunt und beschwingt - wie sollte es bei dieser Besetzung auch anders gehen - spielen sie Mongo Santamarias "Afro Blue". Toller Einstieg.


Angélique Kidjo kommt hinzu und mit "Adouma" von "Shaman" geht es weiter. Sie bringt eine Extraportion gute Laune mit, die offenbar ansteckend ist.


Dann folgen von Bob Marley "Redemption Song" und "Exodus/Get Up Stand Up". Da ist viel Zeit für Soli. Neben Salvador Santana sind ab "Blowin' In The Wind" auch Patti Austin, Barbara Morrison und Sylver Sharp dabei. Den seelenvollen Höhepunkt der ersten DVD bildet aber wohl Marvin Gayes "What's Going On".


"Boogie Woman" ist eine mit hochgekrempelten Ärmeln und stampfendem Beat gespielte Gute-Laune-Nummer aus John Lee Hookers Boogie-Zeiten, obgleich jazzige Einsprengsel der anwesenden Virtuosen natürlich nicht fehlen.


Leider nur für ein Stück ist Steve Winwood mit von der Partie. Der Klassiker "Why Can't We Live Together" von Timmy Thomas ("No more wars, no more wars, no more wars, just a little peace..." - immerhin heißt das Album "Hymns For Peace") ist sehr inspirierend und eindringlich, das schönste Stück auf diesem DVD-Set. Überraschend intensiv entwickelt sich auch "Light At The End Of The World" mit Salvador Santana, Ravi Coltrane und Benny Rietveld.


"Let Us Go Into The House Of The Lord" mit Carlos und John McLaughlin ruft deren 1973er Album "Love Devotion Surrender" nachdrücklich in Erinnerung und wird nur deshalb nicht zu einem ununterbrochenen Rausch, weil Mahavishnus Gitarre - so extravagant sie auch aussehen mag - bei seinem Solo mit ihrem zu braven Ton ein wenig dünn klingt und hinter den Möglichkeiten zurück bleibt.


Harry Belafontes "Banana Boat Song", überzeugend gesungen von Idrissa Diop, passt bemerkenswert gut in den Rahmen und würdigt einen wahrhaft großen Musiker und Menschen, wie es überhaupt Carlos Santanas erklärte Absicht ist, Künstler zu ehren, von deren Musik eine heilende Kraft ausgeht.


"Day Of Celebration" ist ein weiterer dieser ausgedehnten Titel mit vielen Soli, die weitgehend improvisiert sind und dem Konzert ihren soliden Stempel aufdrücken. Großartig.


"In A Silent Way" von Joe Zawinul kommt alles andere als silent daher und geht nahtlos über in "Jingo". Bei diesem Santana-Standard verstärken Omar Hakim, Gerardo Velez und erneut Idrissa Diop das Percussionsgewitter, während Nile Rodgers an der Gitarre einsteigt.


Der ehrwürdige John Coltrane Song "A Love Supreme" beginnt mit einem beachtenswerten Bläsersatz. Am Keyboard taucht kurz Cherie Mitchell auf und auch die Chanteusen beehren uns wieder.


Beethovens "Ode To Joy", von einem vielstimmigen Chor vorgetragen und in der zweiten Hälfte von den Musikern begleitet, setzt einen imposanten Schlusspunkt.


Die Bonustracks bieten einen weiteren Titel von Bob Marley sowie zwei von John Lennon. Während "One Love" und "Imagine" eher prätentiös wirken, ist "Give Peace A Chance" mit den rappenden Sam Totah und Andy Vargas nochmal ein Leckerbissen.


Im Interview erzählt Carlos vom Entstehen dieses Konzerts, während Bilder von den Proben laufen. Er erzählt von der Botschaft dieser Veranstaltung, der Zusammenstellung der Songs, der gegenseitigen Inspiration der Musiker, und man nimmt das Gefühl mit, dass viel Herz und Seele in diesem Projekt stecken.


Die Idee für das Konzert reicht zurück bis 1988, dem Jahr der Tournee mit Wayne Shorter. Carlos wollte seitdem Miles Davis, Chick Corea, Herbie Hancock und Wayne Shorter für eine Tournee vereinigt haben. Miles Davis ist entschuldigt. Alle anderen sind gekommen, hatten nur einen Tag für die Proben und spielen sorgfältig ausgewählte Hymnen für den Frieden.


Und wieder einmal hofft man, dass hier eine Saat aufgeht. Eine friedliche Welt, frei von Rassismus, mit Musik als universeller, verbindender Sprache. "No matter, no matter what colour, you're still my brother". Wenn man die begeistert strahlenden Musiker sieht, könnte Optimismus aufkommen. Doch die Schlüsselfiguren der Weltpolitik bleiben wohl lieber bei ihrer Marschmusik...


Alles in allem ist dies ein schön aufgemachtes und animiertes DVD-Set, welches vor allem Santana-Freunden zu empfehlen ist, die Ausflüge in Jazzgefilde zu schätzen wissen.


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Phantastisches Konzert

Meinen vorherigen Rezensoren kann nur beipflichten: Dieses Konzert ist irgendwie nicht von dieser Welt aber phantastisch. Wer richtig gute Jamsessions und tolle Musiker wie Winwood,Shorter usw. im tollen Zusammenspiel mit der Santana-Band mal sehen möchte, ist nach diesen tollen drei Stunden Konzert im Himmel!!!


Sternstunde, selbst für Montreux Verhältnisse

Vorweg mal ein Lob an die Plattenfirma: 2 DVD's mit über 180 Minuten Musik, schön verpackt mit nettem Booklet dazu, und dann zu diesem Preis, das find ich Klasse.

Doch nun zur Musik. Wer alles mitspielt braucht wohl nicht nochmal extra erwähnt zu werden. Meine Vorrezensenten haben dies ja schon getan. Was wesentlich interessanter als die Musiker ist (das ist jetzt keinesfalls abwertend für die Musiker gemeint!), das ist die Auswahl der Songs. Wo bitte hat man von Santana schon mal den "Banana Boat Song" gehört? Oder ein fantastisches "Why can't we live together"? Oder wann hat er das letzte Mal den "Lord Song" von "Love, Devotion, Surrender" gespielt? Allein diese Tatsache rechtfertigt den Kauf, denn ich denke nicht, dass Santana so schnell wieder mal zu diesen Songs greift.

Solis und Improvisationen: gibt's natürlich in Hülle und Fülle. Für Liebhaber des Jazzrock ein Schlaraffenland. McLaughlin zaubert an seiner kunstvoll designten Gitarre zusammen mit Carlos, da wird jeder Hobbygitarrist verrückt. Aber auch alle anderen spielen sich den Improvisationsball immer wieder zu, und jeder nimmt ihn dankbar auf.

Ton: phantastisch. Selten eine so gut abgemischte DVD gehört. Lob an den Meister der Regler.

Bild: sehr plastisch und rund. Keine hektischen Schnitte. Hätte manchmal gerne Chester Thompsons Finger an Santana's Orgel gesehen, wurde leider nie gezeigt. Einziger Wermutstropfen. Ansonsten perfekte Führung der Kamera, guter Schnitt.

Fazit: für Liebhaber des anspruchsvollen (Jazz)-Rock ein Muss.


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Eine Sternstunde der Live-Musik....

Wenn einige der besten Musiker (Carlos Santana, Wayne Shorter, Chick Corea, John Mclaughlin, Herbie Hancock - um nur einige zu nennen) wunderbare Songs (Redemption Song, Exodus, Just Like A Woman, A Love Supreme - um wieder nur wenige zu nennen) spirituell interpretieren, dann ist das eine Sternstunde der Musik.

Man mag es ja belächeln, wenn Menschen im zunehmenden Alter religiös oder spirituell werden, ich meine, dass es zu einem vollständigen Leben einfach dazugehört. Ich nehme es Carlos Santana ab, dass er einen spirituell Weg beschritten hat. So ist es ihm sicherlich sehr ernst mit seinen "HYmns For Peace"). Dieser Ernst findet aber auf der Bühne nicht statt. Kollegialität und das Bemühen zusammen zu spielen, schaffen immer wieder ganz wunderbare musikalische Momente.

Solis müssen sein, wenn solche Könner an ihren Instrumenten aufspielen. Jedes kleine Stückchen vom Klavier, der Orgel, der Gitarre oder den Bongos wird eben hier nicht von irgendwem gespielt, sondern von s.o....

Montreux - das europäische Mekka der Jazz (ud anderer) Musik - bietet den perfakten Rahmen. Auch die Aufmachung ist sehr schön. Zwei farbige DVDs in der dreifach aufklappbaren Hülle mit kleinem Heftung. Perfekt.

Und vor allem - ganz tolle Musik in schönen Bildern (gutes Bild und Klang)........



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